Biographie

UnknownMit seiner Neueinstudierung des “Der Ring des Nibelungen” Zyklus an der Königlichen Oper Stockholm gewann Gregor Bühl internationale Aufmerksamkeit. Seine Interpretation dieser Werke wurde von Publikum und Presse gleichermaßen enthusiastisch aufgenommen. Die gesamte Produktion wurde vom schwedischen Fernsehen ausgestrahlt und ist auf DVD erhältlich.

In den letzten Spielzeiten war Gregor Bühl regelmäßig an der Hamburgischen Staatsoper und der Stuttgarter Staatsoper mit Cenerentola, Rigoletto, Pique Dame, Elisir d’amore, Les Contes d’Hoffmann und Tosca zu erleben.
Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn ferner mit dem Staatstheater Hannover, wo er in den vergangenen Spielzeiten mehrere Neuproduktionen leitete, darunter die deutsche Erstaufführung von Manfred Trojahns „Orest“ und eine vielbeachtete Produktion von Verdis ‚Traviata’.

Projekte der kommenden Monate sind eine Aufführungsserie ‚Madama Butterfly’ an der Königlichen Oper Kopenhagen, eine Wiederaufnahme ‚Viaggio a Reims’ an der Staatsoper Hannover, die Fortführung einer CD-Reihe zusammen mit der deutschen Staatsphilharmonie mit Werken von Walter Braunfels für das Label Capriccio, Konzerte mit dem Orchester der Oper Göteborg, dem Trondheim Symphony Orchestra und der Staatskapelle Weimar sowie eine Produktion von ‚Il Trovatore’ beim Opernfestival Østfold.

Bühl gab sein Nordamerika Debüt an der Canadian Opera Company in Toronto mit “Fidelio” und sein Südamerika Debüt am Teatro Colón in Buenos Aires mit einer Produktion von Lehàrs ‚lustiger Witwe’. Gastdirigate führten ihn u.a. an die Opéra National de Montpellier, an die Semperoper Dresden – wo er die selten aufgeführte Strauss Bearbeitung von Mozarts Idomeneo dirigierte – , die Deutschen Oper Berlin, die Oper Leipzig.
Ausgedehnte Konzertverpflichtungen führten ihn nach Deutschland, Skandinavien, Osteuropa und den Mittleren Osten, wo er u.a. mit den Radiosinfonieorchestern von Berlin, Hamburg, Hilversum und Hannover, ebenso wie mit den finnischen und dänischen Radioorchestern arbeitete. Weitere Dirigate führten ihn zum Israel Philharmonic Orchestra, der Staatskapelle Weimar, dem Trondheim Symphony Orchester, den Düsseldorfer Sinfonikern und der Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz.

Seine erste Dirigierverpflichtung hatte er als Assistent von Gerd Albrecht an der Hamburgischen Staatsoper, bevor er 1995 als Erster Kapellmeister an das Staatstheater Hannover ging. Während der sechs Jahre, die er diesem Haus verbunden war, dirigierte er ein breitgefächertes Repertoire, das nicht nur die großen deutschen und italienischen Opern, sondern auch wichtige zeitgenössische Werke umfasste.
Eine CD- Aufnahme zusammen mit Sharon Kam und dem London Symphony Orchestra mit amerikanischen Werken für Klarinette erhielt den deutschen Schallplattenpreis.

Gregor Bühl wurde 1964 geboren und begann sein Dirigentenstudium an der Düsseldorfer Musikhochschule bei Wolfgang Trommer. Er nahm an Meisterkursen bei Ferdinand Leitner, Gary Bertini und Gerd Albrecht teil. 1995 wurde ihm der zweite Preis des Nikolai Malko Dirigierwettbewerbes in Kopenhagen verliehen und 1993 der Kulturpreis der Berenberg Bank in Hamburg. Von der Deutschen Stiftung Musikleben und DAAD erhielt er Stipendien.
Seit April 2016 unterrichtet er als Professor an der Opernhochschule in Oslo (www.KHiO.no)